Bevor ich anfange, über die Weltmeisterschaft zu berichten, zuvor noch ein paar Zeilen zum 70.3 in Wiesbaden und der olympischen Distanz in Viernheim.
In Wiesbaden verlief mein Schwimmpart nicht sehr optimal, ich erwischte die falsche Gruppe und verlor dadurch viel Zeit. Trotz gut verlaufenden zweiten und dritten Disziplinen gelang es mir leider nicht meine Platzierung aus dem Vorjahr zu verbessern.
Eine Woche nach Wiesbaden startete ich beim letzten Wertungsrennen des TCRN. Wie im Jahr zuvor fand ich mich nicht in den vorderen Platzierungen wieder. Diesmal war jedoch nicht das Schwimmen mein Verhängnis sondern falsche Materialwahl beim Rad, denn mit einsetzenden Regen hatte ich nicht gerechnet. Somit war auch meine vordere Platzierung in der Gesamtwertung des TCRN zunichte.
Nun zur Duathlon WM auf der Kurzdistanz (10/40/5 km) in Gijon/Spanien. Unsere 3-Tagesanreise mit dem Wohnmobil wurde gut überstanden. Die direkte Wettkampfvorbereitung am Tag davor allerdings verlief katastrophal. Vertieft in den Stadtplan, auf`m Weg zur Wettkampfbesprechung, bin ich mit meinem linken Knie gegen son scheiss Poller gerannt. Die Folge war ein dickes, blaues und geprelltes Knie, sodass die Fortbewegung nur noch aus humpeln bestand und ich meine Laufeinheit gecancelt habe. Die Streckenbesichtigung mit dem Rad wurde durch einen Platten ebenfalls frühzeitig beendet.
Zum Glück ist in der Nacht die Prellung am Knie etwas abgeschwollen und es war eingeschränkt Belastungsfähig. So ging es also am Samstagmittag, mit einem stark besetztem Starterfeld, auf die Strecke.
Das erste Laufen war brutal. Das Tempo wurde von der amtierenden Europameisterin Sandra Levenez bestimmt und hochgehalten. Bei km 6 musste mich richtig lang machen, um in der vorderen Gruppe zu bleiben. So erreichte eine langgezogene Fünfergruppe die erste Wechselzone. Der Wechsel verlief gut und ich bin als zweites auf die Radstrecke.
Das Radfahren verlief ohne besondere Vorkommnisse, mal wurde sich angeschaut, wer nun in die Führung geht, mal wurde zusammen gearbeitet und auf das Tempo gedrückt. Die hinteren Gruppen wurden jedoch immer auf Distanz gehalten, sodass von dort keine Gefahr lauerte ;-) Finale Grande:
Nach dem letzten Wechsel bin ich als drittes, nach der Britin Hewison und der Französin Levenez, auf die Laufstrecke. Bereits nach einem Kilometer bin ich auf die Französin aufgelaufen, die Britin hatte ca. 8-10 sec. Vorsprung auf uns. 800 m vor dem Ziel konnte ich mich von Levenez lösen und hatte Hewison im Visier. Mein Rückstand auf ihr wurde immer kleiner und ca. 300 m vor dem Ziel war ich dran und bin gleich an ihr vorbei, Richtung Zielgraden. Dort konnte sie jedoch kontern, meine Kräfte verliessen mich und ich stand wie son Eimer... Es war ein sehr hartes, spannendes Rennen und ich bin mit dem Vize-Titel total glücklich auch wenn es am Ende sehr knapp war.
Mit diesem Wettkampf ging meine (durchwachsene) Saison zu Ende und nun stehen ein paar Tage Urlaub auf dem Programm.
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Über mich
Bis 2006 als Läuferin unterwegs, begann ich Ende des Jahres mit dem Duathlon-sport. Darauf folgte dann im Jahr 2008 der erste Triathlon.
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